Patricia Strunk

Patientin: Patricia Strunk
Erstdiagnose: Verdacht auf SCHREIBEN
Symptome: blühende Fantasie und zwanghaftes Geschichten erzählen, schreibt und liest Fantasy
Aktenvermerk: PATIENTIN DOKUMENTIERT SUCHTVERHALTEN

Coming-out: Ich habe SCHREIBEN

Gedächtnisprotokoll der Behandlung:

Minutenlang sitzen sich Patricia Strunk und Lord Autoris schweigend gegenüber. Schließlich hält es die Patientin nicht länger aus und ergreift das Wort:

Patricia Strunk - Schreiben

Patricia Strunk: Ich habe SCHREIBEN

Lord Autoris nickt zufrieden.

1. Nun ist es raus, wie fühlst du dich?

Hervorragend!

2. Wann und wie hast du dich mit SCHREIBEN infiziert?

Schon als Kind. Wie weiß ich nicht, es kam einfach über mich. Mein erstes Gedicht musste mein Vater aufschreiben, weil ich gerade erst Schreiben gelernt hatte.

3. Wie geht dein persönliches Umfeld mit deiner Krankheit um und wer muss am meisten unter ihr leiden?

Familie und Freunde sind teilweise treue Fans, die der Krankheit weiteren Vorschub leisten. Leiden muss niemand, denn Betaleser wird nur, wer schon mit Bookosa infiziert ist und sich freiwillig anbietet.

4. Stehst du viel in Kontakt mit anderen Infizierten und nutzt Selbsthilfegruppen im Internet?

Ich bin Mitglied in mehreren Suchthilfegruppen, wenn auch aus Zeitgründen nicht immer aktiv. Teilweise suche ich mir auch Hilfe in Ratgebern.

5. Warst du schon auf den als Buchmessen getarnten Infiziertentreffen in Frankfurt und Leipzig und wie hat es dir dort gefallen?

Ich war einmal in Frankfurt und einmal in Leipzig. Ist beides schon Jahre her, war aber interessant. Seit letztem Jahr besuche ich außerdem die „Buch Berlin“, um mich mit befreundeten Infizierten zu treffen. 2014 habe ich dort auch selbst meine Bücher ausgestellt.

Lord Autoris unterbricht die Sitzung und wirft einen Blick in seine Kristallkugel. Bei der Betrachtung der Zukunft kann er sich ein Lächeln nicht verkneifen…

6. In deinem nächsten Leben wirst du in einem Roman wiedergeboren. Irgendwelche Wünsche?

Es soll sich um einen Fantasyroman handeln und ich möchte eine von den Guten sein.

7. Wir schreiben das Jahr 2163, die Welt liegt in Schutt und Asche. Die Menschheit wird nach dem Arche-Noah-Prinzip evakuiert. Welche zwei Autoren sollten gerettet werden?

Wenn’s um Werke geht, Shakespeare. Von den lebenden Autoren darf Stephen King gerne dabei sein, als Gegengewicht vielleicht Paulo Coelho.

8. Unglaublich, aber wahr, auch DU wirst evakuiert. Du hast in der Bevölkerungs-Tombola zwei Tickets für die Reise zum Mars gewonnen. Wen nimmst du mit und vor allem wer darf am Fenster sitzen?

Ach, ich weiß nicht. Vielleicht gehe ich lieber mit der guten alten Erde unter, als ein paar Jahre im Tiefschlaf zu verbringen. Ansonsten würde ich das zweite Ticket meistbietend versteigern. Von irgendwas muss man auf dem Mars schließlich leben. Der oder die KäuferIn darf dann auch am Fenster sitzen.

Aber das ist Zukunftsmusik. Lord Autoris verdeckt die Kristallkugel und blickt die Patientin ernst an.

9. Wie müsste – Stand heute – der Titel deiner Biografie lauten und welcher Schauspieler wäre die Idealbesetzung für die Verfilmung des Buchs?

Wozu eine Biographie schreiben, wenn das Leben meiner Romanfiguren viel spannender ist?

10. Die Welt weiß nun, dass du SCHREIBEN hast. Was sollte sie sonst noch über dich wissen?

Dass der letzte Band des im Steckbrief genannten Romans kurz vor Weihnachten erscheint. :-)

Lord Autoris bedankt sich für das Gespräch und bittet die Patientin zur weiteren Behandlung in einen Nebenraum. Als die Patientin den Raum verlassen hat, schließt er die Akte und donnert einen Stempel auf den Einband.

INFIZIERT – Heilung ausgeschlossen!

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Herzlich willkommen in der Klinik von Lord Autoris. Falls du SCHREIBEN hast, kannst du dich hier frei bewegen. Für alle anderen gilt: höchste Ansteckungsgefahr!

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